Halbautomatischer, RF-gesteuerter Träger, der auf Schienen in Einfahrregalen läuft – wodurch Schäden durch Gabelstapler vermieden werden und die Lagerdichte um 25–30 % erhöht wird. Der kostengünstigste Einstieg in die Palettenlagerautomatisierung.
Ein Funkshuttle ist ein batteriebetriebenes Trägerfahrzeug, das auf Schienen fährt, die in einer tiefen Palettenlagergasse installiert sind. Der Gabelstaplerfahrer platziert den Träger mithilfe einer tragbaren RF-Fernbedienung oder einer Tablet-App in der Spur. Der Träger fährt dann automatisch zur optimalen Lagerposition und lagert die Palette ab oder entnimmt sie, ohne dass ein Gabelstapler in die Regalstruktur einfahren muss.
Dadurch wird die Hauptursache für Regalschäden bei herkömmlichen Drive-In-Systemen beseitigt: Kollisionen von Gabelstaplern mit Regalständern. Dadurch entfällt außerdem die Notwendigkeit eines Gabelstaplerabstands zwischen Palettenstapeln, sodass Paletten mit einem Abstand von 100 mm gelagert werden können – was eine Steigerung der Positionen um 25–30 % im Vergleich zu herkömmlichen Einfahrregalen in derselben Spur bedeutet.
FIFO-Layouts (First-In First-Out) sind mit einer Tunnelkonfiguration mit doppeltem Eintritt verfügbar. Kältetaugliche Träger mit beheizten Batteriefächern funktionieren in Umgebungen mit -25 °C.
Mit einem Gabelstapler hebt der Bediener den Radio-Shuttle-Träger an und stellt ihn auf die Schienen am Eingang der Ziellagerspur.
Der Bediener gibt einen Speicher- oder Abrufbefehl über eine tragbare RF-Fernbedienung oder eine optionale Tablet-App aus. Der Träger bestätigt und beginnt mit dem autonomen Betrieb.
Der Spediteur fährt zur ersten verfügbaren Position (Lager) oder holt die äußerste Palette ab (Abrufen), wobei er integrierte Sensoren zur Erkennung des Spurendes und zur Bestätigung der Palettenanwesenheit verwendet.
Bei der Entnahme bringt der Spediteur die Palette zum Wareneingang. Der Gabelstaplerfahrer holt es von dort ab, ohne die Regalgasse zu betreten.
Der Gabelstapler betritt niemals den Regalbereich. Die häufigste Ursache für Regalschäden und damit verbundene Ausfallzeiten bei Inspektionen werden an der Quelle beseitigt.
Kein Gabelstaplerabstand zwischen den Palettenflächen – der Träger bringt die Paletten dicht zusammen. Bei gleicher Gebäudefläche können deutlich mehr Paletten gelagert werden.
Der kostengünstigste Weg zur automatisierten Palettenlagerung. In vielen Fällen lässt es sich in bestehende Einfahrregale nachrüsten – es sind keine größeren Bauarbeiten erforderlich.
Kältetaugliche Träger mit beheiztem Batteriefach funktionieren bei -18 °C bis -25 °C. Ideal für Kühllager, die eine Automatisierung ohne eine vollständige ASRS-Investition wünschen.
Die standardmäßige Single-Entry-Konfiguration ist LIFO (Last-In First-Out). Die Tunnelkonfiguration mit doppeltem Eintritt ermöglicht FIFO – geeignet für Lebensmittel, Getränke und Pharmaprodukte mit Ablaufbeschränkungen.
Die Trägereinheit ist ein eigenständiges Gerät mit integrierter Diagnose. Batteriewechsel für Mehrschichtbetrieb in wenigen Minuten. Keine komplexe WCS-Software oder IT-Integration erforderlich.
| Palettengröße | Standard-EUR-/ISO-/Blockpaletten; kundenspezifischer Schienenabstand verfügbar |
| Maximale Palettenlast | 1.500 kg |
| Trägergeschwindigkeit (beladen) | 0,6–1,0 m/s |
| Trägergeschwindigkeit (unbeladen) | 1,2–1,5 m/s |
| Spurtiefe | 5–30+ Paletten tief |
| Speichermodus | LIFO (Einzeleingabe) / FIFO (Doppeleingabe) |
| Kontrolle | RF-Handfernbedienung + optionale Tablet-App (iOS/Android) |
| Akku-Typ | Li-Ion (Standard) oder Blei-Säure; beheizte Option für die Kühlkette |
| Akkulaufzeit | 8–10 Stunden pro Ladung (Umgebung); bei Kälte reduziert |
| Ladezeit | 2–3 Stunden Vollladung |
| Kompatibilität der Regalhöhe | Bis zu 12m |
| Temperaturbereich | -25 °C bis +40 °C (Kälteträger unter 0 °C erforderlich) |
| Erkennung des Spurendes | Ultraschallsensoren + mechanischer Anschlag |
| Erkennung der Anwesenheit von Paletten | Integrierter optischer Sensor |
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